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    Die Luft da oben ist frisch, weil in den Bergen häufig ein Wind weht, das knarzende Geräusch des Metalls erinnert ein wenig an den Hamburger Hafen, dort, wo Anleger und Schiffe durch Wellenschlag aneinanderreiben und -stossen. Vor Jahren gab es eine Ungereimtheit, eine Gondel steckte fest. Arbeiter kamen aus Tiflis und befreiten die Schwebenden.

    Am Ende der Fahrt verlasse ich die Gondel. Der kleine Georgi rennt die Rampe hinauf, ich flüchte mich unter eine kleine Baumgruppe, geselle mich zu Hühnern, welche Gleiches taten. Das Gewitter hat uns erreicht, Regen prasselt. Nach wenigen Minuten kommen Bichiko, Maiko und Shalva sowie Tamta und Nino dazu. Sie hatten mich schon von Weitem gesehen. Es gibt eine Supra - eine Mahlzeit, die hier unterm Baum ausnahmsweise klein ausfällt. Eine Supra wird durch einen Tamada moderiert. Bichiko übernimmt, Trinksprüche, welche in Art und Reihenfolge einer traditionellen Regel folgen, werden gesprochen. Es gibt Brot, Tomaten und, logisch, selbstgebrannten Chacha. Auch diesmal wird Dodo später bescheid wissen.

    Wie auch immer sie es hinbekommt - die Informationsgondel funktioniert. Wie so vieles in Tschiatura..

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